Biologische Schranken ueberwinden - Menschliche Gewebe im Reagenzglas nachbauen.

Beschreibung:

Dübendorf, St. Gallen und Thun, 21.03.2013 -
Wie bringt man Medikamente ins Gehirn?
Welche Schadstoffe gelangen aus der Lunge ins Blut? Können Labormäuse durch zelluläre Modelle aus der Kulturschale ersetzt werden? Über diese Fragen diskutierten ForscherInnen und IndustriepartnerInnen aus der ganzen Schweiz und grenznahen Regionen an der Empa.
Mitte März trafen sich ForscherInnen und IndustriepartnerInnen aus dem Bereich der Lebenswissenschaften an der Empa, um über die Herausforderungen und Entwicklungen beim Modellieren menschlicher Gewebe in der Kulturschale zu diskutieren. Organisiert wurde die Tagung unter dem Titel «in vitro Barrier Models: How Reliable and Clinically Relevant are these Systems?» von der Empa-Abteilung «Materials-Biology Interactions» unter der Leitung von Katharina Maniura und Peter Wick gemeinsam mit Ursula Graf-Hausner von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), der Leiterin des Kompetenzzentrums «Tissue Engineering for Drug Developement» (TEDD), an dem auch die Empa beteiligt ist.

Schutzschilde des Körpers

Biologische Barrieren kommen in vielen Bereichen unseres Körpers vor. Meist handelt es sich dabei um spezielle Gewebeschichten, die chemische Stoffe nur sehr selektiv passieren lassen. Ein Beispiel ist die Haut, die uns vor Substanzen und Mikroorganismen aus der Umgebung schützt. Aber auch die Blut-Hirn-Schranke, die Plazenta sowie die Atemwege, Blutgefässe und der Verdauungstrakt bilden Schranken, die nur für bestimmte Substanzen in definierter Richtung durchlässig sind. Sie dienen dem Schutz des Körpers und einzelner Organe und sorgen dafür, dass die verschiedenen Kompartimente korrekt mit Nähr- und Hilfsstoffen versorgt werden.

Die Funktionsweise solcher Barrieren ist von grossem Interesse für Medizin, pharmazeutische und Kosmetikindustrie aber auch für die Toxikologie. Experimentelle Arbeiten in vivo – an Tiermodellen – sind allerdings aus ethischen Gründen zunehmend fragwürdig. Zudem sind Tiermodelle nicht immer ausreichend repräsentativ für den Menschen. So gewinnen humane in vitro-Modelle, also Zell- oder Gewebeproben im Reagenzglas bzw. in der Gewebekulturschale, immer mehr an Bedeutung...


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Der Eintrag wurde am 16.02.2014 in der Rubrik Medizinische-NEWS eingetragen.


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